HPV Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

 


Humane Papillom Viren (HPV) Gardasil® 9


verursachen Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen. Die Viren sind weit verbreitet, sehr ansteckend und werden durch sexuelle Kontakte, Haut- und Schleimhautkontakt im Intimbereich (z. B. Petting) übertragen.


Im Alter von 11 Jahren sind 2 % HPV seropositiv!

Im Alter von 14 Jahren sind 20 % HPV seropositiv!

80% der sexuell aktiven Frauen haben HPV Kontakt.


In Deutschland erkranken jedes Jahr 6200 Frauen an Gebährmutterhalskrebs und 1600 Frauen sterben jährlich an Gebährmutterhalskrebs. Den besten Schutz bieten eine frühzeitige HPV Impfung, Nikotinverzicht, Genitalyhiene, auch beim Sexualpartner, und Früherkennungsuntersuchungen ab dem 20. Lebensjahr.


Die HPV-Impfung ist für alle Mädchen ab dem Alter 9 Jahren sinnvoll, sie wird öffentlich empfohlen und muss inzwischen von allen Gesetzlichen Krankenkassen ab ihrem  9 Geburtstag bezahlt werden. Optional können auch Jungen geimpft werden. Die  Kosten für die HPV-Impfung von Jungen werden von den Krankenkassen meist noch nicht getragen. Versäumte HPV Impfungen sollten spätestens bis einen Tag vor dem 18. Geburtstag nachgeholt werden, da die Gesetzlichen Krankenkassen Auffrischimpfungen nach dem 18. Geburtstag nur noch im Einzelfall bezahlen.


Die Impfung gegen HPV ist nur vorbeugend wirksam. Sie sollte daher frühzeitig, möglichst 6 bis 12 Monate vor dem ersten intimen Kontakt und vollständig erfolgen.  Über 260 000 000 erfolgte HPV Impfungen belegen die Sicherheit der Impfung. Die Gardasil® Impfung schützt vor HPV 16 und HPV 18 assoziierten Vorstufen maligner Läsionen im Anogenitalbereich (Zervix, Vulva, Vagina, Anus), Zervix- und Analkarzinomen sowie HPV 6 und HPV 11 assoziierten Genitalwarzen schützen.


Die neue Gardasil® 9 Impfung schützt nicht nur genau so sicher vor den High Risk Typen HPV 16 und HPV 18, die hauptsächsich Gebährmutterhalskrebs verursachen, und den Low Risk Typen HPV 6 und HPV 11, die zu Genitalwarzen führen, sondern zusätzlich vor fünf weiteren HPV Typen, die auch Gebärmutterhalskrebs verursachen, HPV 31, HPV 33, HPV 45, HPV 52 und HPV 58.


Den besten Schutz bieten eine frühzeitige 9 valente HPV Impfung, Nikotinverzicht, Genitalyhiene (auch beim Partner) und zusätzlich Früherkennungsuntersuchungen ab dem 20. Lebensjahr.


2  Dosen Impfschema Gardasil® 9 von 9 bis 14 Jahre für Mädchen und Jungen:


        1. Impfung ab dem Alter von 9 Jahren.

        2. Impfdosis  6 bis 12 Monate nach der ersten Impfdosis gegeben werden.


3  Dosen Impfschema Gardasil® 9 im Alter von 14+ bis 26 Jahre:


        1. Impfung ab dem Alter von 14 Jahren.

        2. Impfdosis 2 Monate nach der ersten Impfdosis.

        3.Impfdosis 6 bis 12 Monate nach der ersten Impfdosis.



Die HPV Impfung kann gegebenenfalls auch bei der Vorsorgeuntersuchung U11 oder bei der Jugendgesundheitsuntersuchung J1 zusammen mit der TdaP-IPV Impfung geimpft werden.


Demnächst wird die HPV Impfung hoffentlich wie z. B. in Österreich und der Schweiz auch für Jungen empfohlen, um diese vor Genitalwarzen und Analkrebs zu schützen. Auch könnte man das gegenseitige Anstecken mit HPV Viren vermindern. Die Sächsische Impfkommission  SIKO hat hier für Deutschland eine Vorreiterrolle übernommen. Eigentlich kann man auch kaum begründen, warum bei einer sexuell übertragbaren Infektion nur die Mädchen geschützt werden sollten.


Impfreaktionen und Nebenwirkungen


Lokalreaktionen mit Rötung, Schwellung und Schmerzen im Einstichbereich treten gegenüber der alten quatrovalenten HPV Impfung etwas vermehrt auf, wahrscheinlich aufgrund der gering erhöhten Adjuvanzkonzentration (Alluminium) im neuen Impfstoff. Allgemeinreaktionen mit „Grippegefühl“, Schlappheit und Temperaturerhöhung sind wie bei jeder Immunreaktion und Impfung möglich. Bis auf diese normalen „Abwehrreaktionen des Körpers“ wird die Impfung gut vertragen! Vor ernsten Nebenwirkungen brauchen Sie keine Angst zu haben.